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Mathias Grassow (Nostalgia) - Arcana publicata (Release)


01. Occulta fama
02. Solanum Nigrum
03. Silens Maria
04. Resurgo
05. Faustus spiritus
06. Renovatio
07. Anima Noctis
08. Katharsis


 

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Reviews:

"In Anlehnung an den gleichnamigen Film des russischen Avantgarde-Regisseurs Andrej Tarkovskij, der berühmt ist für seine melancholischen Bilder, wählte das 1999 von Mathias Grassow und Rüdiger Gleisberg gegründete Projekt den Namen Nostalgia. (Tarkovskij ist für Musiker ein steter Quell der Ideenfindung. Die Texte der letzten LP der Band Sandow etwa basierten zu großen Teilen Eindrücken, die aus den Filmen des russischen Meisters resultierten.) Der altsprachlichen Herkunft des Bandnamens und des Albumtitels zum Trotz, wird hier keine Gregorianik, sondern erlesenste Ambient-Elektronik geboten. Gleisberg und Grassow wollen mit diesem Projekt den Gruppengedanken in der elektronischen Musik wieder favorisieren. Seit den Tagen von Kraftwerk und Tangerine Dream hat sich, wie die beiden Klangkünstler mit Bedauern feststellen, die elektronischer Musik auf reines Einzelkämpfertum reduziert. Die elektrisierenden Klänge aus der virtuellen Welt Nostalgia aber breiten sich wie ein balsamisch wirkender Nebel aus, den man tief einatmen sollte, um das Wohlgefühl zu steigern. Leicht wird das Herz, wenn sich der Soundteppich ausbreitet, den das Duo Grassow/Gleisberg im Gespann mit seinem Gastmusiker Carsten Agthe (Percussion) für uns geknüpft hat. Tribal-Rhythmen, Chillout-Sounds und Gothic-Anklänge werden hier (teilweise unter Verwendung von dezentem (Oberton-)Gesang) miteinander verwoben. “Aufgedeckte Geheimnisse werden alt”, so lautet der lateinische Titel des Albums. Deshalb behalten auch gern wir uns, dass die Debüt-CD von Nostalgia für uns die CD des Monats ist! " (ca)

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Mathias Grassow hat sich für das Projekt Nostalgia mit Rüdiger Gleisberg zusammengetan, und siehe da, der Minimalist, der sonst
immer die langanhaltenden Töne liebt ist hier im Duo sehr beweglich geworden. Für Elektroniker sehr ungewöhnlich dauert auf dieser CD kein Track mehr als 11 Minuten. Die ersten beiden sind mit unter fünf Minuten sogar Singletauglich! Musikalisch wandert man tatsächlich nostalgisch in der Soundgeschichte umher. So werde ich im zweiten Stück Solanum Nigrum sehr stark an Tangerine Dream erinnert. Während Klaus Schulze bei Risurgo um die Ecke zu blicken scheint. Aber auch Popol Vuh und Ashra
leuchten durch die transparenten Soundwände, die jedoch immer fernöstlich gewebt sind. Dies wird durch Soundcollagen von Wal-
gesängen und hinduistischen Gesängen unterstützt. Allen Stücken ist jedoch ein Rhythmus gemein, der klar über dem son-
stigen Tempo von Msthias liegt. Vielleicht hat das ja auch mit den Gastmusikern zu tun. Mit Carsten Agthe hat er ja einen ausgewiesenen Perkussionisten an Bord. Interessanterweise werden hier aber auch öfters die nicht fernöstlichen Trommeln benutzt, so dass ein sehr eigenwilliger Kontrast entsteht. In Anima Noctis entsteht erstmalig wieder typisches Grassowsches
Soundbild, dass sich am Anfang sehr viel Zelt lässt, bis sich alles für den Zuhörer zu einem Bild fügt. Genau wie das Cover, das in erdigen einfachen Tönen gestaltet ist, so ist auch die Musik dieses Albums. Man kann sich mit ihr fallen lassen und Bekanntes und Schönes wiedererkennen und genießen. Fazit: Elek1ronlk der wohligen Art. (Kurt Mitzkatis )

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Die neueste Veröffentlichung aus dem Hause Relapse belegt mal wieder, dass dieses Label absolut unberechenbar ist und man es nicht nur als pure Metal-Fabrik abstempeln kann. Was Nostalgia auf ihrer CD bieten, ist nämlich nicht einmal mit einem Fünkchen E-Gitarre gesegnet, sondern wurde vorzugsweise von elektronischen Instrumenten erschaffen. Rüdiger Gleisberg und Mathias Grassow entführen uns mit Keyboards, Synthies und allerlei Grooves, Loops und Effekten in eine verträumte Welt, die sehr meditativ wirkt und in andere Sphären transportieren soll. Die leichten, sanften Vocals vernimmt man eher im Hintergrund, zusätzliche Gäste wie Carsten Agthe (Percussion, Didgeridoo, Rainstick, Jim Cole (Harmonie And Sub Harmonic Singing) sowie Regina Heinrichts (Vocals bei "Faustus Spiritus") reichern das ohnehin gehaltvolle Grundgerüst an und lassen zehnminütige Epen wie "Anima Noctis" oder "Katharsis" kurzweilig vorüberziehen. Große Kunst für besinnliche Stunden. (Dominik Winter)

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Dass der Relapse-Ableger Release als eine der feinsten Adressen gilt, wenn es um ruhige Klänge geht, dürfte sich bereits seit einiger Zeit herumgesprochen haben. Son-Dha, 27, Amber Asylum oder Tribes Of Neurot heißen einige dieser feinen Bands, die das amerikanische Label unter seine Fittiche genommen hat. Mit Nostalgia haben Release nun eine weitere Ausnahmeformation in ihrem Katalog. Arcana Publicata Vilescunt bietet eine komplexe Mischung aus Synthesizersounds, Samples, lateinischen, sphärischen Gesängen und natürlichen, warmen Instrumentierungen. Ein zutiefst mystischer Klang ist das, was dabei im Endeffekt entsteht, betörend, faszinierend und ergreifend; eine Musik, deren positiver Ausstrahlung und hypnotischer Wirkung man sich nur schwer entziehen kann. Mit Arcana Publicata Vilescunt ist Nostalgia ein Werk von atemberaubender Schönheit und Reinheit gelungen, dem fast kein anderes Album vergleichbar wirkt, so dass man hier allenfalls den Namen Dead Can Dance ins Spiel bringen könnte - 9.5/10 (Arnuff Woock)

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